Jahreshauptversammlung 2017 - PM vom 20. März 2018


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Steigende Belastung und personelle Änderungen


Burscheider Wehr blickt auf steigende Einsatzzahlen zurück. Personelle Änderungen gab es vor allem in der Jugendfeuerwehr

Burscheid - Am Freitagabend wurde das Gerätehaus an der Bürgermeister-Schmidt-Str. wieder feierlich hergerichtet. Zu Feiern gab es die Jahreshauptversammlung und viele Beförderungen der einzelnen Mitglieder.

Bevor es soweit war, las stellvertretender Leiter der Feuerwehr Klaus Kopisch den Tätigkeitsbericht für 2017 vor, mit mahnenden Worten. „Aktuell haben wir schon über 90 Einsätze, ich spreche hier von 2,5 Monaten, Ende offen“. So Kopisch. Aber auch ein Blick auf den vergangenen Zahlen zeigen eine steigende Belastung der Burscheider Wehr. Betrachtet man die Einsatzzahlen von 2011 (143 Einsätze) mit denen von 2017 (232 Einsätze), ist eine Steigerung von 62% feststellbar. Lediglich ein Blick aufs Detail der einzelnen Einsätze lässt etwas hoffen. Die schweren Einsätze auf der Autobahn lassen nach. Im Berichtsjahr 2017 wurde die Wehr insgesamt zu „nur“ 37 Verkehrsstörungen gerufen, 2016 waren es noch 50. Dafür verlagert sich das Einsatzspektrum immer weiter. Waren 2016 noch 35 Brände zu löschen, musste die Wehr 2017 zu lediglich 25 Bränden ausrücken, meist zu kleineren. „Merkbar ist ein Anstieg an der sogenannten Tragehilfe für den Rettungsdienst. Dort müssen wir helfen Patienten durch enge Treppenräume zu tragen oder sogar mit der Drehleiter über das Fenster zu retten, damit sie schnell zum RTW und anschließend in ein Krankenhaus gebracht werden können. Oftmals sind es ältere Patienten“ erklärt Wehrleiter Achim Lütz.

Er sieht gemeinsam mit Klaus Kopisch die Zukunft der Wehr kritisch. Kopisch findet am Ende seines Berichts passende Worte. „Es sollte geprüft werden, aber dies haben wir auch schon in den Berichten der Vorjahre angesprochen, wie der Dienst in einer Freiwilligen Feuerwehr attraktiver gestaltet werden kann um dadurch neue und vor allem tagesverfügbare Mitglieder zu aktivieren. Denn seien wir doch mal ehrlich, Ehrenamt hin oder her, der Dienst in einer Freiwilligen Feuerwehr wie der hier ansässigen, hat eigentlich nichts mehr mit einem Ehrenamt zu tun.“


Beförderungen, Ernennungen und ein besonderes Jubiläum

Der feierlichste Akt des Abends ist das Befördern, Ehren und Ernennen. „Wer viel leistet, wird dafür belohnt“ erklärt Achim Lütz den anwesenden Gästen. Besondere personelle Änderungen gab es in der Burscheider Jugendfeuerwehr. Bereits im vergangenen Jahr übernahm Thomas Glasow die Position des Stadtjugendwarts. Unterstützt wird er durch Matthias Neuwald und Stefan Wallmeyer als seine Vertreter, wie auch dem Betreuerteam. Am Freitagabend bekamen sie von Wehrleiter Achim Lütz für die bereits angetretene Aufgabe ihre Ernennungsurkunden und dankende Worte für „diese wichtige Aufgabe“, so Lütz. Aber nicht nur ernannt und befördert wird in der Feuerwehr, auch Ehrungen sind immer wieder ein großes Spektakel. Eine Ehrung zu einem besonderen Dienstjubiläum durfte Bürgermeister Stefan Caplan vollziehen. „Ich habe heute die große, seltene Ehre für ein Dienstjubiläum zu ehren. 60 Jahre Feuerwehrdienst, das ist auch für mich sehr außergewöhnlich, aber ich bin stolz darauf“ lobte Bürgermeister Caplan als Unterbrandmeister a.D. Heinrich Schmidt nach vorne kam um seine Urkunde und die Sonderauszeichnung in Gold, des Verband der Feuerwehren NRW, entgegen zu nehmen. Ihm nach folgte Stadtbrandinspektor a.D. Jürgen Müller mit 50-jährigen Dienstjubiläum und erhielt ebenfalls Gold.

(JK)


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Kinotag 2018


Großes Kino für die Jugendfeuerwehr

Burscheid/Rhein.-Berg.-Kreis/Leverkusen - Am Samstag hieß es wieder „Kino statt Unterricht, Popcorn statt Schläuche, Limo statt Wasser“ für die Jugendfeuerwehren des Rheinisch-Bergischen-Kreis. Rund 300 Jugendliche, sowie 60 Betreuer, aus den Jugendfeuerwehren des gesamten Kreis, der THW-Jugend aus Wermelskirchen sowie Mitglieder der Leverkusener Jugendfeuerwehr verbrachten den Vormittag im Leverkusener Kinopolis.

Die Verantwortlichen um Kreisjugendfeuerwehrwartin Susanne Dahl organisierten hierfür die Lokalität.

„Der Kinotag ist mittlerweile fester Bestandteil im Dienstplan der Jugendfeuerwehren. Er soll das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Jugendfeuerwehr fördern und die Jugendlichen bei Laune halten. Immer nur feuerwehrspezifische Aktivitäten sind auf Dauer zu eintönig.“ erklärt Jens Knipper von der Burscheider Feuerwehr.

Zur Auswahl standen zwei Filme für die 10 – 17-Jährigen: „Black Panther“ und „5 Freunde“. „Durch die Auswahl von zwei Film können wir die Interessen der Jugendlichen besser vertreten. Da es auch 10-Jährige Jugendfeuerwehrmitglieder gibt, können wir nicht ausschließlich einen Film ab 12 Jahren zeigen. Die älteren Jugendlichen würden sich aber gegebenenfalls in einem Film ab 6 Jahren eher langweilen. So entstand die Idee zwei Filme zu Auswahl zu stellen“. erklärt Knipper. „Neben dem Interesse an der Jugendfeuerwehr haben alle aber noch eines gemeinsam: Popcorn und Limo gehört zu Kino dazu, wie Schläuche und Wasser zur Feuerwehr“ schmunzelt Knipper. So bildeten sich schnell lange Schlangen vor den Kassen der Snack-Ausgabe im Kino, ehe es in die Kinosäle ging. 

Das Kinopolis hatte für die Jugendfeuerwehren seine Räumlichkeiten, wie in den Jahren zuvor, früher geöffnet und entsprechendes Personal bereitgestellt. „Wir sind sehr dankbar über die gute Zusammenarbeit des Kinobetreibers. Es ist nicht selbstverständlich das Kino extra für uns früher zu öffnen und Personal bereitzustellen. Aber er trägt damit viel zu einer gelungenen Jugendarbeit der Feuerwehren bei“ sagt Jens Knipper abschließend dankend.


(JK)

Hintergrund:

Die Kreisjugendfeuerwehr möchte neben den ebenfalls jedes Jahr stattfindenden 5-tägigen Kreiszeltlager, den Kreisjugendfeuerwehrspielen, den Besuch von Freizeitparks und diesem Kinotag ihren Beitrag zur allgemeinen Jugendarbeit leisten und damit die Mitgliedschaft für junge Menschen im Alter von 10 bis 17 Jahren in einer Feuerwehr attraktiv gestalten.

In Zeiten knapper Haushaltskassen ist die Nachwuchsarbeit der Feuerwehren überlebenswichtig geworden, damit auch zukünftig der Schutz der Bürgerinnen und Bürger im Kreisgebiet sichergestellt werden kann.

Bereits seit 2010 besucht die Jugendfeuerwehr das Kinopolis Leverkusen. Hier kam und kommt man im Preis und in allen anderen Belangen entgegen, so dass hier immer wieder der Kinotag ausgerichtet werden konnte.

Auch im nächsten Jahr wird der Kinotag wieder fest im Dienstplan der Jugendfeuerwehren eingeplant.



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Pressemitteilung zum Tag des Notruf am 11.2.


Drei Zahlen die Leben retten

Burscheid -  500 Millionen Menschen, ein Notruf: Über die kostenfreie Telefonnummer 112 erhalten Hilfesuchende in allen Ländern der Europäischen Union Schutz und Hilfe von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten. Um diese Nummer bekannter zu machen, findet am 11. Februar der europaweite Notruftag statt. "Wir wollen die Menschen darüber informieren, dass der Notruf 112 nicht nur in Deutschland, sondern europaweit für schnelle, zuverlässige Hilfe steht", erklärt Achim Lütz, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Burscheid.

Der Notruf 112 ist in Europa der einheitliche und direkte Draht zu schneller Hilfe. Auch in sämtlichen Handynetzen führt sie zur zuständigen Notrufzentrale. Die Freiwillige Feuerwehr Burscheid informiert anlässlich des europäischen Notruftags über die einheitliche Nummer.

Dran bleiben ist wichtig

„Man sollte es kaum glauben, aber manchmal übermannt Anrufer einfach die Aufregung. Sie legen dann zum Beispiel sofort wieder auf, nachdem sie nur schnell gemeldet haben, dass es bei ihnen brennt", so Lütz. Er beruhigt die potenziellen Anrufer: "Die Disponenten am anderen Ende der Leitung fragen alles ab, was sie wissen müssen und können auch am Telefon helfen erste Maßnahmen einzuleiten bis Hilfe eintrifft. Da lautet die ganz einfache Devise: Dran bleiben.“

Fazit: "Notrufe sind keine Hexerei, dafür aber Lebensretter - und das in ganz Europa!"


Hintergrund:

Ob Dienstreise, Urlaub oder einfach so. Die Mobilität in Europa ist sehr hoch. Damit sich Reisende nicht verschiedenste Nummern merken müssen, ist eine einheitliche Nummer sinnvoll.

Über die 112 bekommt europaweit adäquate Hilfe.

 
-       Der Notruf 112 ist aus allen Festnetzen, öffentlichen Netzen oder Handynetzen erreichbar

-       Der Notruf 112 ist europaweit kostenfrei

-       Der Gesprächsteilnehmer an anderen Ende ist für Notfälle geschult.





(JK)


Karibische Nacht 2017 - Pressemitteilung


Heiße Rhythmen unter echten Palmen

"Wir verlängern die Sommerzeit" - Karibische Nacht bei der Burscheider Feuerwehr

Burscheid - Unter dem Motto „Wir verlängern die Sommerzeit“ veranstaltet der Löschzug 1 „Stadtmitte“ am Samstag den 04. November ab 20Uhr seine „Karibische Nacht“ in der Feuerwache 1 an der Bürgermeister-Schmidt-Straße 15.

Auch in diesem Jahr werden die Männer und Frauen um Zugführer Christian Haas die Fahrzeughalle der Feuerwache wieder in ein tropisches Paradies verwandeln. In feinem Sand und unter echten Palmen können die Feiernden frisch zubereitete Cocktails oder klassische Getränke, wie Kölsch vom Fass, zu heißen Partysongs genießen. Alle Kulissen zu dieser Veranstaltung wurden von den Mitgliedern selber gefertigt und hüllen die gut beheizte Halle in ein südländisches Flair. Die Besucher können trotz Schmuddelwetter im November diese Veranstaltung mit sommerlicher Kleidung besuchen. An der kostenfreien Garderobe kann die wärmende Bekleidung für den Hin- und Rückweg abgegeben werden.

Neues DJ-Gespann sorgt für heiße Rhythmen

In diesem Jahr sorgt ein neues DJ-Gespann für heiße Rhythmen bei der Burscheider Wehr. DJ Robert und DJ Stani vom "DJ-Team Rheinland" aus Leichlingen konnten für die Veranstaltung gewonnen werden. Beide verfügen über ein breites Portfolio in der Umgebung als auch überregional in Köln und Düsseldorf. Eintrittskarten für diese Veranstaltung sind ab sofort im Vorverkauf bei allen aktiven Mitgliedern des Löschzuges 1 oder Restkarten an der Abendkasse zum Preis von 5,-€ zu erwerben. Der Einlass ist ab 16 Jahren. Interessenten haben außerdem die Möglichkeit Karten bei folgenden Vorverkaufsterminen zu erwerben: Montag, 30. Oktober 17 - 19Uhr Donnerstag, 2. November 17 - 20Uhr Freitag, 3. November 17 - 21Uhr sowie Samstagvormittag an der Feuerwache 1.




(JK)

Brandschützer erfolgreich ausgebildet


Kommunale Zusammenarbeit bei der Brandschutzausbildung

Burscheid/Leichlingen - Von vielen Mitbürgern unbemerkt haben am Sonntag, dem 15.10.17, insgesamt 16 Kameradinnen und Kameraden aus Leichlingen und Burscheid den ersten Teil der Grundausbildung (TM 1 bzw. Module 1+2) für Freiwillige Feuerwehren erfolgreich abgeschlossen.

In dem gemeinsamen Lehrgang der Feuerwehren Burscheid und Leichlingen haben 9 Teilnehmer, die als Seiteneinsteiger zur Feuerwehr gekommen sind, sowie 7 Teilnehmer, die aus der Jugendfeuerwehr kommen, Themenbereiche wie Feuerwehrfahrzeuge und -geräte, ihre Rechte und Pflichten, aber vor allem auch die ersten Abläufe eines Löscheinsatzes kennengelernt.

Im Rückblick auf den Lehrgang wurde von den Teilnehmern aber auch die gute Kameradschaft und die Zusammenarbeit in der Feuerwehr besonders erwähnt, die sie kennen und schätzen gelernt haben. Für die Ausbildung verantwortlich zeichneten speziell geschulte, ehrenamtliche Angehörige der Feuerwehren Leichlingen und Burscheid, die zusätzlich zu ihrem üblichen Dienst für den Lehrgang zur Verfügung gestanden haben.



Gruppenfoto Grundlehrgang 2017
Die Lehrgangsteilnehmer nach erfolgreicher Prüfung bei bestem Wetter.
Hintere Reihe v.l.: Vanessa Cordie, Celina Famá, Tom Lang.
Mittlere Reihe v.l.: Nils Ringler, Michaela Wieden, Lea Kopisch, Lion Krabbe, Dominik Brock, Katarzyna Jankowski.
Vorder Reihe v.l.: Bastian Buss, Marvin Steinberg, Silke Griepentrog, Yvonne Kolbe, Maximilian Conrad, Esther Kahre, Gunnar Thiel.



Text: S. Mines
Foto: P. Thiel




Rauchmeldertag 2017



Freitag, der 13. Oktober ist bundesweiter Rauchmeldertag


Feuerwehr Burscheid appelliert an Eigentümer von Wohnimmobilien: Eigentum verpflichtet Rauchmelder nicht nur installieren, auch regelmäßig überprüfen.

Burscheid - Am Freitag, den 13. Oktober ist wieder bundesweiter Rauchmeldertag. Anlässlich des Aktionstages weist die Initiative „Rauchmelder retten Leben“ in Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Burscheid alle Haus- und Wohnungseigentümer in Burscheid darauf hin, die gesetzliche Rauchmelderpflicht umzusetzen. Neben der korrekten Installation gehört dazu auch die regelmäßige Wartung der Rauchmelder. Das gilt für das Eigenheim und selbstgenutzte Eigentumswohnungen wie für vermietete Immobilien. Eigentümer sind verpflichtet, die von ihnen oder durch Dritte installierten Geräte gemäß Herstellerangaben, mindestens jedoch einmal jährlich auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen und ihre Betriebsbereitschaft sicherzustellen. (Diese mietrechtliche Pflicht gilt laut Initiative „Rauchmelder retten Leben“ bundesweit. Damit verdrängt sie in bestehenden Mietverhältnissen anderslautende Regelungen in einzelnen Landesbauordnungen zur Zuständigkeit von Mietern für die Wartung von Rauchmeldern.)


Rauchmelder retten Leben

„Aus der Praxis wissen wir, dass gerade private Eigentümer von Wohnungen und Häusern oft nicht ausreichend über die geltende Rauchmelderpflicht informiert sind. Vielen ist einfach nicht bewusst, dass sie für die Umsetzung verantwortlich sind, ganz gleich, ob sie ihre Immobilie vermieten oder selbst bewohnen“, erklärt Jens Knipper von der Freiwilligen Feuerwehr Burscheid und ergänzt: „Dabei geht es im Ernstfall um Leben und Tod. Denn bei einem Brand kann eine Rauchgasvergiftung schon nach zwei Minuten tödlich sein. Es zählt also jede Sekunde. Rauchmelder reagieren sofort auf entstehenden Brandrauch und retten durch ihre lauten Alarmtöne regelmäßig Menschenleben. Dafür müssen sie allerdings einwandfrei funktionieren.“

 

Tipps zur Wartung und Alarm-Beispieltöne

Wertvolle Tipps zur richtigen Pflege sowie Beispiele für Alarm- und Batteriewarntöne von Rauchmeldern sind auf der Website der Initiative „Rauchmelder retten Leben“ abrufbar. Sie helfen, Verbraucher gezielt aufzuklären und verhindern Falschalarme und somit Fehlfahrten der Feuerwehr.
"Manchmal werden wir alarmiert, obwohl es nicht brennt, sondern der Rauchmelder beim Nachbarn einfach nur piept, weil die Batterie leer oder verdreckt ist. Dabei ist es ganz einfach, Alarmtöne von Warntönen oder gar einem Wecker oder einer Tiefkühltruhe zu unterscheiden“, meint Knipper und empfiehlt Verbrauchern, die auf der Website hinterlegten Beispieltöne anzuhören.

So können sie sicher feststellen, ob nur die Rauchmelderbatterie schwach ist und ausgetauscht werden muss oder ob es sich um einen echten Alarm handelt.

In jedem Fall gilt jedoch: keine Zeit verlieren! Im Notfall sofort 112 wählen.



(JK)


Weitere Informationen zum Thema "Rauchmelderpflicht" finden Sie hier




rauchmelder retten leben

Pressemitteilung Jugendfeuerwehr - 24 Stundendienst 2017


Nachwuchs übt spielerisch den Ernstfall - ein Actionreiches Wochenende für die Burscheider Jugendfeuerwehr


Burscheid -  Am Wochenende tauschten rund 28 Jugendliche der Burscheider Jugendfeuerwehr Playstation, Handy und Fernseher gegen ein Feldbett und die innere Anspannung "gleich könnte was passieren". Los ging es am Samstag um 11Uhr in der Feuerwehrwache an der Bürgermeister-Schmidt-Straße mit dem diesjährigen "Berufsfeuerwehrtag". Dabei miehmten die Jugendfeuerwehrmitglieder einen richtigen 24-Stundendienst wie bei einer Berufsfeuerwehr, mit allem was dazu gehört. Fahrzeug- und Gerätepflege, theoretischer und praktischer Unterricht, Dienstsport und natürlich das Abarbeiten von (fiktiven) Einsätzen.

Um den Dienst für die Jugendlichen möglichst authentisch und attraktiv zu gestalten, organisierte das Betreuerteam um Stadtjugendfeuerwehrwart Thomas Glasow ausrangierte analoge Funkmeldeempfänger. Diese wurden mit Rücksprache der Leitstelle in Bergisch Gladbach umprogrammiert, so dass die Jugendlichen im Einsatzfall richtig alarmiert werden können. Um den Betriebsablauf in der Leitstelle nicht zu stören und im Ernstfall keine Ressourcen zu blockieren, alarmierte man von der Burscheider Wache, auf einem Reserve Funkkanal, aus die Melder.


Nach dem alle Feldbetten aufgebaut und bezugsfertig waren, kam schon der erste Einsatz. Gemeldet wurde ein Containerbrand in Paffenlöh. Als die Melder piepten rannten alle anwesenden Jugendlichen los und suchten sich einen möglich schnellen Weg zu den bereitstehenden Löschfahrzeugen. Zuvor gab es eine feste Einteilung, wer auf welchem Fahrzeug eingeteilt ist und welche Funktion er dort übernimmt.


Aktive Wehr und Unterstützer aus der Bevölkerung sorgen für Einsätze

In Paffenlöh angekommen standen die Jugendfeuerwehr´ler einem echten Feuer gegenüber. Bauer Hagenbeck hatte gemeinsam mit Feuerwehrangehörigen des Löschzug Paffenlöh einen Container mit Heu gefüllt und diesen angezündet. Wie die Profis meisterten die Jugendlichen diesen Einsatz und schnell wurde das Feuer gelöscht.

 Viel Zeit im Anschluss für Pause blieb jedoch nicht, denn es galt Gerätschaften und Fahrzeuge zu reinigen und bereit für den nächsten Einsatz zu machen. Auch Dienstsport stand auf dem Plan. Als dieser im vollen Gange war und die Jugendlichen schwitzen ließ, kam auch schon Einsatz Nummer zwei um 16Uhr. "Gefahrstoffaustritt mit Personengefährdung" hieß die Einsatzmeldung und lotste alle Anwesenden nach Hilgen.

 Dort warteten bereits ihre Kameraden des Löschzug Hilgen auf tatkräftige Unterstützung. Auf einem Anhänger war ein großer Behälter Leck geschlagen. Auf der Ladefläche saßen zwei Personen und riefen verängstigt um Hilfe. Um die Situation für die Jugendlichen möglichst realitätsnah zu gestalten, erzeugten und simulierten die Hilgener Feuerwehrkameraden mithilfe einer Nebelmaschine giftige Gase. "Bei der Flüssigkeit handelte es sich lediglich um Wasser, bei dem Rauch um so genannten Disconebel." erklärt Hauptfeuerwehrmann Jens Knipper. "Das Wasser soll eine ätzende Flüssigkeit und der Nebel entsprechende Rauchentwicklung aufgrund von chemischer Reaktion simulieren", so die Knipper weiter.

Immer wieder guckten vorbeifahrende Autofahrer leicht verdutzt, auch eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife hielt kurzzeitig an um zu schauen ob es sich um einen Ernstfall handelte.
 

Auch Fehleinsätze sind möglich

 Am Abend lief der Alarm einer automatischen Brandmeldeanlage bei der Burscheider Jugendfeuerwehr ein, welcher von den Betreuern erzeugt wurde. Gegen 18Uhr ging es in Richtung Hallenbad Burscheid. Dieser Einsatz entpuppte sich vor Ort aber als Fehlalarm. "Auch im echten Einsatzalltag haben wir es mit Fehlalarmen zu tun. Das möchten wir den Jugendlichen klar machen" erklärt Betreuer Philipp Thiel.

Auf dem Rückweg zur Wache erhielten die leicht enttäuschten Jugendfeuerwehr´ler einen zweiten Brandmeldealarm. Dieses mal im "Haus der Kirche" auf dem Schulberg. Ein Feuerwehrmann aus dem Löschzug Stadtmitte ist dort beruflich tätig und bat sich der Jugendfeuerwehr an das Objekt für eine Übung bereit zu stellen. Auch Verwaltungschef Michael Posthaus war sofort Feuer und Flamme als er von der Idee hörte und stimmte dieser zu.

 
Verrauchter Keller, Brandbekämpfung und Personensuche

Wie es sich für eine Feuerwehr gehört, galt es zwei vermisste Personen aus einem verrauchten Keller zu retten, parallel den Brandherd ausfindig zu machen und zu löschen. Dafür mussten die Jugendlichen bei dieser Übung all ihr feuerwehrtechnisches Wissen anwenden. Am Ende wurde die zwei vermissten Personen aus dem verrauchten Kellerbereich gerettet, medizinisch betreut und das fiktive Feuer auch schnell gelöscht. Viele Kameraden aus den Außenzügen wollten dem Nachwuchs über die Schulter schauen und waren von ihrem Können begeistert. "Im Ernstfall sind unsere Jugendfeuerwehrmitglieder gut informiert über mögliche Gefahren und richtiges Vorgehen" freut sich Jens Knipper vom Löschzug Stadtmitte.

Erneut galt es Fahrzeuge und Geräte zu waschen und für den nächsten Einsatz bereit zu machen. Um 23Uhr ging es für diesen Tag ein letztes mal zu einem Brandeinsatz nach Hilgen. Auch hier mussten die Jugendlichen ihr Können bei echtem Feuer beweisen, bevor es ins Bett ging. "Das war für die Jugendlichen ein langer, anstrengender und spannender Tag. Alle sind müde und freuen sich auf ihr Bett" erklärt Philipp Thiel selbst etwas müde.

 Die Nachtruhe hielt aber nicht sehr lange an, denn bereits um 6.30Uhr am Sonntagmorgen musste eine unter Gerüstteilen verschüttete Person in Massiefen gerettet werden. Nach anschließenden Frühstück kam der letzte Einsatz um 10.30Uhr mit einem erneut gemeldeten Feuer. Dieses mal jedoch in Dierath bei einem Feuerwehrangehörigen. Auch diesen Einsatz meisterten die jungen Brandschutzanwärter mit Bravour.       
   


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