Pressemitteilung Jugendfeuerwehr - 24 Stundendienst 2017


Nachwuchs übt spielerisch den Ernstfall - ein Actionreiches Wochenende für die Burscheider Jugendfeuerwehr


Burscheid -  Am Wochenende tauschten rund 28 Jugendliche der Burscheider Jugendfeuerwehr Playstation, Handy und Fernseher gegen ein Feldbett und die innere Anspannung "gleich könnte was passieren". Los ging es am Samstag um 11Uhr in der Feuerwehrwache an der Bürgermeister-Schmidt-Straße mit dem diesjährigen "Berufsfeuerwehrtag". Dabei miehmten die Jugendfeuerwehrmitglieder einen richtigen 24-Stundendienst wie bei einer Berufsfeuerwehr, mit allem was dazu gehört. Fahrzeug- und Gerätepflege, theoretischer und praktischer Unterricht, Dienstsport und natürlich das Abarbeiten von (fiktiven) Einsätzen.

Um den Dienst für die Jugendlichen möglichst authentisch und attraktiv zu gestalten, organisierte das Betreuerteam um Stadtjugendfeuerwehrwart Thomas Glasow ausrangierte analoge Funkmeldeempfänger. Diese wurden mit Rücksprache der Leitstelle in Bergisch Gladbach umprogrammiert, so dass die Jugendlichen im Einsatzfall richtig alarmiert werden können. Um den Betriebsablauf in der Leitstelle nicht zu stören und im Ernstfall keine Ressourcen zu blockieren, alarmierte man von der Burscheider Wache, auf einem Reserve Funkkanal, aus die Melder.


Nach dem alle Feldbetten aufgebaut und bezugsfertig waren, kam schon der erste Einsatz. Gemeldet wurde ein Containerbrand in Paffenlöh. Als die Melder piepten rannten alle anwesenden Jugendlichen los und suchten sich einen möglich schnellen Weg zu den bereitstehenden Löschfahrzeugen. Zuvor gab es eine feste Einteilung, wer auf welchem Fahrzeug eingeteilt ist und welche Funktion er dort übernimmt.


Aktive Wehr und Unterstützer aus der Bevölkerung sorgen für Einsätze

In Paffenlöh angekommen standen die Jugendfeuerwehr´ler einem echten Feuer gegenüber. Bauer Hagenbeck hatte gemeinsam mit Feuerwehrangehörigen des Löschzug Paffenlöh einen Container mit Heu gefüllt und diesen angezündet. Wie die Profis meisterten die Jugendlichen diesen Einsatz und schnell wurde das Feuer gelöscht.

 Viel Zeit im Anschluss für Pause blieb jedoch nicht, denn es galt Gerätschaften und Fahrzeuge zu reinigen und bereit für den nächsten Einsatz zu machen. Auch Dienstsport stand auf dem Plan. Als dieser im vollen Gange war und die Jugendlichen schwitzen ließ, kam auch schon Einsatz Nummer zwei um 16Uhr. "Gefahrstoffaustritt mit Personengefährdung" hieß die Einsatzmeldung und lotste alle Anwesenden nach Hilgen.

 Dort warteten bereits ihre Kameraden des Löschzug Hilgen auf tatkräftige Unterstützung. Auf einem Anhänger war ein großer Behälter Leck geschlagen. Auf der Ladefläche saßen zwei Personen und riefen verängstigt um Hilfe. Um die Situation für die Jugendlichen möglichst realitätsnah zu gestalten, erzeugten und simulierten die Hilgener Feuerwehrkameraden mithilfe einer Nebelmaschine giftige Gase. "Bei der Flüssigkeit handelte es sich lediglich um Wasser, bei dem Rauch um so genannten Disconebel." erklärt Hauptfeuerwehrmann Jens Knipper. "Das Wasser soll eine ätzende Flüssigkeit und der Nebel entsprechende Rauchentwicklung aufgrund von chemischer Reaktion simulieren", so die Knipper weiter.

Immer wieder guckten vorbeifahrende Autofahrer leicht verdutzt, auch eine zufällig vorbeifahrende Polizeistreife hielt kurzzeitig an um zu schauen ob es sich um einen Ernstfall handelte.
 

Auch Fehleinsätze sind möglich

 Am Abend lief der Alarm einer automatischen Brandmeldeanlage bei der Burscheider Jugendfeuerwehr ein, welcher von den Betreuern erzeugt wurde. Gegen 18Uhr ging es in Richtung Hallenbad Burscheid. Dieser Einsatz entpuppte sich vor Ort aber als Fehlalarm. "Auch im echten Einsatzalltag haben wir es mit Fehlalarmen zu tun. Das möchten wir den Jugendlichen klar machen" erklärt Betreuer Philipp Thiel.

Auf dem Rückweg zur Wache erhielten die leicht enttäuschten Jugendfeuerwehr´ler einen zweiten Brandmeldealarm. Dieses mal im "Haus der Kirche" auf dem Schulberg. Ein Feuerwehrmann aus dem Löschzug Stadtmitte ist dort beruflich tätig und bat sich der Jugendfeuerwehr an das Objekt für eine Übung bereit zu stellen. Auch Verwaltungschef Michael Posthaus war sofort Feuer und Flamme als er von der Idee hörte und stimmte dieser zu.

 
Verrauchter Keller, Brandbekämpfung und Personensuche

Wie es sich für eine Feuerwehr gehört, galt es zwei vermisste Personen aus einem verrauchten Keller zu retten, parallel den Brandherd ausfindig zu machen und zu löschen. Dafür mussten die Jugendlichen bei dieser Übung all ihr feuerwehrtechnisches Wissen anwenden. Am Ende wurde die zwei vermissten Personen aus dem verrauchten Kellerbereich gerettet, medizinisch betreut und das fiktive Feuer auch schnell gelöscht. Viele Kameraden aus den Außenzügen wollten dem Nachwuchs über die Schulter schauen und waren von ihrem Können begeistert. "Im Ernstfall sind unsere Jugendfeuerwehrmitglieder gut informiert über mögliche Gefahren und richtiges Vorgehen" freut sich Jens Knipper vom Löschzug Stadtmitte.

Erneut galt es Fahrzeuge und Geräte zu waschen und für den nächsten Einsatz bereit zu machen. Um 23Uhr ging es für diesen Tag ein letztes mal zu einem Brandeinsatz nach Hilgen. Auch hier mussten die Jugendlichen ihr Können bei echtem Feuer beweisen, bevor es ins Bett ging. "Das war für die Jugendlichen ein langer, anstrengender und spannender Tag. Alle sind müde und freuen sich auf ihr Bett" erklärt Philipp Thiel selbst etwas müde.

 Die Nachtruhe hielt aber nicht sehr lange an, denn bereits um 6.30Uhr am Sonntagmorgen musste eine unter Gerüstteilen verschüttete Person in Massiefen gerettet werden. Nach anschließenden Frühstück kam der letzte Einsatz um 10.30Uhr mit einem erneut gemeldeten Feuer. Dieses mal jedoch in Dierath bei einem Feuerwehrangehörigen. Auch diesen Einsatz meisterten die jungen Brandschutzanwärter mit Bravour.       
   


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