Einsatzbericht 106 & 107 /2017: auslaufende Flüssigkeiten nach VU


2 VERKEHRSUNFÄLLE AUF AUTOBAHN ZEITGLEICH

Am Freitagabend wurden die Löschzüge Stadtmitte, Hilgen und Paffenlöh um 17.03Uhr auf die BAB 1 in Fahrtrichtung Leverkusen zu einem Verkehrsunfall alarmiert.

Auf der Anfahrt teilte die Leitstelle mit, das sich ein weiterer Verkehrsunfall im gleichen Bereich der BAB ereignet haben soll.

Vor Ort angekommen fanden wir in Höhe KM 403,2 einen Auffahrunfall zwischen einem Krad und einem PKW auf dem rechten Fahrstreifen vor.

Der Kradfahrer wurde durch den Aufprall leicht verletzt und von einem mit alarmierten Rettungswagen medizinisch betreut,

Wir streuten auslaufende Betriebsmittel des Krad ab. Bis zum ein treffen der Polizei übernahmen wir außerdem die Absicherung der Einsatzstelle.


ZWEITER UNFALL (Einsatz 107/2017)

Der zweite Unfall ereignete sich ebenfalls auf Höhe KM 403,2, jedoch auf der verschwenkten Fahrbahn.

Dort fuhren 4 PKW aufeinander auf, wodurch eine Person ebenfalls leicht verletzt wurde. Auch diese wurde durch einen Rettungswagen medizinisch betreut.

An der zweiten Einsatzstelle streuten wir ebenfalls auslaufende Betriebsmittel ab.

Während des gesamten Einsatz stand nur 1 Fahrstreifen zur Verfügung. Dies hatte eine Staubilung zur Folge.


(JK)




Einsatzfoto


Einsatzfoto Einsatz-Nr 106/2017








Einsatzbericht 94/2017: 25. Mai - ausgelaufenes Gefahrgut


Am Donnerstag wurde der Löschzug Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr Burscheid um 15:09Uhr zu einem Gefahrguteinsatz in die Hauptstraße alarmiert. Es galt vor Ort eine Erkundung vorzunehmen, da ein Anrufer den Austritt einer Flüssigkeit meldete. 

Vor Ort stellten wir tatsächlich ausgelaufene Flüssigkeit fest. Hinzukommend war ein beißender Geruch im Eingangsbereich des Wohnhaus wahrzunehmen. Umgehend wurde der Löschzug Dierath nachalarmiert. Nach Erkundung unter Atemschutz stellten wir fest, das es sich bei der ausgelaufenen Flüssigkeit um Gefahrgut handelt. 
Im Keller des Wohnhaus befindet sich eine Mischanlage für einen Pool im Garten. Statt bei den sommerlichen Temperaturen sich in diesem abkühlen zu können, mussten wir mit Hilfe von Chemikalienschutzanzügen (CSA) und unter Atemschutz zwei Kanister mit je 60l Akkumulatorensäure (Schwefelsäure) sowie 60l Natriumhypochlorid bergen, wovon jeweils mehrere Liter ausgelaufen und sich verbunden hatten. 

Beide Stoffe gelten als sehr ätzend, sodass der Einsatz der speziellen Anzüge notwendig war. 

Anwohner verletzt 

Noch vor Eintreffen der Feuerwehr versuchte der Anwohner die ausgelaufene Flüssigkeit mit Hilfe von Lappen selbst aufzunehmen und zu entsorgen. Doch aufgrund der ätzenden Wirkung der Stoffe atmete er giftige Dämpfe ein, welche eine Atemwegreizung zu Folge hatten. 
Er wurde mit einem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, wo er stationär behandelt werden musste. Nach dem die Kanister geborgen und ins Freie verbracht wurden, galt es die ausgelaufene Flüssigkeit aufzunehmen und fachgerecht zu entsorgen. 
Dafür bestellten wir einen Fachbetrieb aus Köln, welcher den Abtransport des Gefahrguts aufgrund des Feiertags nicht direkt erledigen konnte. 
So wurden die kontaminierten Gerätschaften, die Kanister sowie die ausgelaufenen Flüssigkeiten in Überfässer umgeladen, damit für Mensch und Umwelt vorerst keine Gefahr mehr ausgeht. Die Entsorgung wird in den nächsten Tagen nachgeholt. 

Nach Bergung des Gefahrguts aus dem Wohnhaus lüfteten wir selbiges um den beißenden Geruch weitgehend zu beseitigen. 

Nach rund 5 Stunden war der Einsatz an der Hauptstraße beendet.


(JK)


Hinweis: vom Einsatz gibt es keine Foto´s


Einsatzbericht 88/2017: 18. Mai - Verkehrsunfall in Wohngebiet


Heute wurden die Löschzüge Stadtmitte und Dierath um 13.14Uhr von der Leitstelle zu einer eingeklemmten Person in die Pastor-Löh-Straße alarmiert.

Zuvor war ein RTW zu einem dort stattgefunden Verkehrsunfall alarmiert worden. Aufgrund der Verletzungen einer Person wurde entschieden, diese schonend (auch "patientengerechte Rettung" genannt) aus dem Auto zu befreien.

Vor Ort wurde nach vorheriger medizinischer Versorgung des Patienten durch die Besatzung des RTW und eines mitalarmierten Notarzts, in Rücksprache mit dem medizinischen Personal, das Dach abgetrennt.
Dazu nahmen wir unsere hydraulischen Gerätschaften vor. Anschließend unterstützen wir bei der Rettung der Person.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

(JK)


Einsatzbericht 86/2017: 17. Mai - Verkehrsunfall mit 3 beteiligten Fahrzeugen


Am Mittwochvormittag wurden die Löschzüge Stadtmitte, Hilgen und Paffenlöh um 10.48Uhr von der Leitstelle zu einem Verkehrsunfall mit 3 beteiligten Fahrzeugen auf die A1 in Fahrtichtung Leverkusen alarmiert.

Vor Ort angekommen bot sich uns folgende Lage:

Kurz hinter der stationären Geschwindigkeitskontrollanlage ereignete sich ein Auffahrunfall mit 2 PKW und einem LKW. Ein PKW befand sich zum Teil unterhalb des LKW-Aufliegers. Ein weiterer PKW fuhr dem unter dem LKW befindlichen PKW auf.
Mit Alarmierung unserer Kräfte wurden außerdem zwei RTW sowie ein Notarzt alarmiert. Vor Ort wurde jedoch ein dritter RTW notwendig, welchen wir umgehend nachalarmieren ließen.
Bis zu seinem eintreffen unterstützen medizinisch geschulte Kameraden den Rettungsdienst bei der Versorgung der Patienten, welche glücklicherweise nicht eingeklemmt waren. Alle Beteiligten hatten ihre Fahrzeuge bei unserer Ankunft bereits eigenständig verlassen.

Es gab insgesamt 3 Verletzte Personen, wovon 2 als schwerverletzt eingestuft wurden.

Wir sicherten den Einsatzstelle bis zum eintreffen der Polizei ab. Auslaufende Betriebsmittel aus den beiden PKW wurden uns von abgestreut. Während des Einsatzes und der Bergungsarbeiten war nur ein Fahrstreifen frei. Es bildete sich langer Stau.

Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.

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Rettungsgasse: Leider mussten wir erneut einige Probleme bei der Bildung einer Rettungsgasse feststellen. Insgesamt kamen wir jedoch zügig voran.

(JK)


Einsatzfotos




Einsatzbericht 85/2017: 15. Mai - auslaufende Flüssigkeiten nach VU


AUFFAHRUNFALL MIT TAUSEND SCHUTZENGELN - MANGELHAFTE RETTUNGSGASSE

Am heutigen Montagmittag wurden der Löschzug Stadtmitte gegen 13.05Uhr von der Leitstelle zu auslaufender Flüssigkeit nach einem Verkehrsunfall auf die BAB in Fahrtrichtung Leverkusen alarmiert. Bei KM 397,8 hatte sich ein Auffahrunfall zweier LKW ereignet. Durch diesen liefen große Mengen Flüssigkeiten aus, welche durch uns abgestreut wurden. Beim Anblick des auffahrenden Fahrzeuges wird einem schnell klar: der Fahrer hatte tausende Schutzengel. Sein gesamter Auflieger verschob sich nach vorne. Wie durch ein Wunder kam er mit dem Schrecken davon. Während des Einsatzes und der späteren Bergung stand nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen

+++ MANGELHAFTE RETTUNGSGASSE +++

Auf der Anfahrt hatten wir erneut große Probleme die Einsatzstelle zu erreichen. Obwohl die Polizei bereits vor Ort war und somit eine Rettungsgasse erzeugt hatte, wurde diese von den Autofahrern scheinbar sehr schnell wieder geschlossen. Immer wieder mussten wir stark abbremsen oder aber ein Slalom fahren, da es viele Autofahrer scheinbar für unnötig halten eine Rettungsgasse zu bilden und halten!
Glücklicherweise gab es heute weder Verletzte noch eingeklemmte, denn solch miserable Zustände können im Ernstfall Sekunden kosten, die wiederum über Leben und Tod entscheiden!

UNSER APPELL: Bei Stau IMMER Rettungsgasse bilden und halten!


(JK)


Bilder zum Einsatz:




Einsatzbericht 82/2017: 11. Mai - Schwerer Verkehrsunfall


Am Donnerstagnachmittag wurde die Leitstelle des Rhein.-Berg.-Kreis gegen 16.30Uhr über einen schweren Verkehrsunfall auf der A1 in Fahrtrichtung Leverkusen informiert. Dort soll ein Fahrzeug auf einen Gefahrgut-LKW aufgefahren sein, welcher dadurch Leck geschlagen ist. Auserdem soll eine Person eingeklemmt sein.

Aufgrund dieser Meldung alarmierte die Leitstelle umgehend alle Löschzuge der Freiwilligen Feuerwehr Burscheid sowie den Rettungsdienst mit mehreren RTW (Rettungswagen) sowie einen Notarzt.

Vor Ort stellte sich für uns folgende Lage dar:
Ca 5km vor dem AK Leverkusen ist ein Klein-Transporter an einem Stauende auf einen Gefahrgut-LKW aufgefahren. Der Fahrer des Transporter war in seiner stark deformierten Kabine eingeklemmt, aber ansprechbar. Der mit heißem Bitumen (wird für den Straßenbau benötigt) beladene Gefahrgut-LKW wurde schwer beschädigt, jedoch trat glücklicherweise keine Ladung aus.

Wir begannen umgehend, nach Rücksprache mit dem Rettungsdienst, mit der Rettung des eingeklemmten Fahrers. Aufgrund seiner schweren Verletzungen forderte der anwesende Notarzt einen RTH (Rettungshubschrauber) an. Nachdem der Fahrer durch uns befreit wurde, übergaben wir diesen an den Rettungsdienst zur medizinischen Behandlung. Diese ließen den Patienten umgehend in ein Krankenhaus der Maximalversorgung nach Köln fliegen.

Wir streuten außerdem auslaufende Betriebsmittel ab und stellen während des Einsatzes den Brandschutz vor Ort sicher. Während des gesamten Einsatzes war die Autobahn in Fahrtrichtung Köln/Leverkusen vollgesperrt. Es bildete sich ein langer Rückstau, welcher bereits bei unserer Anfahrt vorhanden war.

Leider war die Rettungsgasse nicht ausreichend gebildet, sodass wir Probleme hatten vorwärts zu kommen. Auch wurde diese schnell nach dem durchfahren der ersten Fahrzeuge geschlossen.

Unser Appell: Bei Stau IMMER Rettungsgasse bilden und halten! Verschließen sie die gebildete Gasse NICHT - es kommen i.d.R. immer wieder noch Fahrzeuge von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei oder Bergungsunternehmen nach!!!

Aufgrund der Meldung über austretende Gefahrstoffe beschloss die Polizei eine vorübergehende Vollsperrung der Gegenfahrbahn.

Um 18.20 Uhr konnten wir den Einsatz beenden und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. Diese hat die Ermittlungen aufgenommen.

(JK)


Wir hohen nicht - komm zur Feuerwehr!


Wir geben alles - Werde Mitglied

Einsatzbericht 80/2017: 02. Mai - Wohnungsbrand in der Innenstadt


Am heutigen Dienstag wurde die Leitstelle des Rhein.-Berg.-Kreis über einen Zimmerbrand in der Burscheider Innenstadt informiert. Umgehend alarmierte diese um 14.29Uhr alle vier Löschzuge der Burscheider Feuerwehr. Beim eintreffen der ersten Kräfte war bereits eine starke Rauchentwicklung und Flammenschein aus dem Brandobjekt wahrnehmbar. Umgehend machte sich ein Trupp unter Atemschutz zur Personensuche bereit. 6 Anwohner konnte dieser aus dem Objekt evakuieren, von welchen zwei Personen dem Rettungsdienst, mit Verdacht der Rauchgasintoxikation, vorgestellt werden mussten. Nach der erfolgreichen Personenrettung wurde vom Trupp mit Hilfe eines C-Rohrs der Brand im Innenangriff bekämpft. Die Wohnung ist nach dem Brand nicht mehr bewohnbar. Da die Betroffenen keine Alternative Unterkunft haben, wurden sie in die Obhut des Ordnungsamts übergeben. Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Polizei aufgenommen. Während des Einsatz kam ein Feuerwehrangehöriger zu Schaden, wurde aber glücklicherweise nur leicht verletzt. Wir wünschen ihm an dieser Stelle "Alles Gute" und das er bald wieder gesund wird.

(JK)

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Wir möchten noch mal auf die seit Januar (!!!) in NRW geltende Rauchmelderpflicht hinweisen. Weitere Informationen dazu gibt es auf unserer Homepage unter: www.feuerwehr-burscheid.de/informationen/rauchmelderpflicht
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Freiwillige Feuerwehr Burscheid



Freiwillige Feuerwehr Burscheid