Einsatzbericht 82/2017: 11. Mai - Schwerer Verkehrsunfall


Am Donnerstagnachmittag wurde die Leitstelle des Rhein.-Berg.-Kreis gegen 16.30Uhr über einen schweren Verkehrsunfall auf der A1 in Fahrtrichtung Leverkusen informiert. Dort soll ein Fahrzeug auf einen Gefahrgut-LKW aufgefahren sein, welcher dadurch Leck geschlagen ist. Auserdem soll eine Person eingeklemmt sein.

Aufgrund dieser Meldung alarmierte die Leitstelle umgehend alle Löschzuge der Freiwilligen Feuerwehr Burscheid sowie den Rettungsdienst mit mehreren RTW (Rettungswagen) sowie einen Notarzt.

Vor Ort stellte sich für uns folgende Lage dar:
Ca 5km vor dem AK Leverkusen ist ein Klein-Transporter an einem Stauende auf einen Gefahrgut-LKW aufgefahren. Der Fahrer des Transporter war in seiner stark deformierten Kabine eingeklemmt, aber ansprechbar. Der mit heißem Bitumen (wird für den Straßenbau benötigt) beladene Gefahrgut-LKW wurde schwer beschädigt, jedoch trat glücklicherweise keine Ladung aus.

Wir begannen umgehend, nach Rücksprache mit dem Rettungsdienst, mit der Rettung des eingeklemmten Fahrers. Aufgrund seiner schweren Verletzungen forderte der anwesende Notarzt einen RTH (Rettungshubschrauber) an. Nachdem der Fahrer durch uns befreit wurde, übergaben wir diesen an den Rettungsdienst zur medizinischen Behandlung. Diese ließen den Patienten umgehend in ein Krankenhaus der Maximalversorgung nach Köln fliegen.

Wir streuten außerdem auslaufende Betriebsmittel ab und stellen während des Einsatzes den Brandschutz vor Ort sicher. Während des gesamten Einsatzes war die Autobahn in Fahrtrichtung Köln/Leverkusen vollgesperrt. Es bildete sich ein langer Rückstau, welcher bereits bei unserer Anfahrt vorhanden war.

Leider war die Rettungsgasse nicht ausreichend gebildet, sodass wir Probleme hatten vorwärts zu kommen. Auch wurde diese schnell nach dem durchfahren der ersten Fahrzeuge geschlossen.

Unser Appell: Bei Stau IMMER Rettungsgasse bilden und halten! Verschließen sie die gebildete Gasse NICHT - es kommen i.d.R. immer wieder noch Fahrzeuge von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei oder Bergungsunternehmen nach!!!

Aufgrund der Meldung über austretende Gefahrstoffe beschloss die Polizei eine vorübergehende Vollsperrung der Gegenfahrbahn.

Um 18.20 Uhr konnten wir den Einsatz beenden und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben. Diese hat die Ermittlungen aufgenommen.

(JK)


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