Die Alarmierung der Feuerwehren im Bereich Burscheid


Da es meist üblich ist, anhand eines Diagramms die Rettungskette bzw. Alarmierung und die weitergehenden Schritte des Rettungswesen zu beschreiben, möchten wir hier einmal versuchen, diese Schritte anhand eines Beispiels darzustellen.

Lage:

PKW-UnfallEs ist Samstag, es ist eine klare laue Sommernacht. Herr Mustermann befindet sich gerade auf dem Heimweg von einem Ausflug. Da es schon spät ist und Herr Mustermann allmählich müde wird, bemüht er sich zügig nach Hause in sein Bett zu kommen. Doch es fällt ihm schwer sich auf die Straße zu konzentrieren, da ihm immer wieder die Augen zufallen wollen. Schließlich passiert es, für wenige Sekunden fallen ihm die Augen zu. Als er plötzlich wieder aufwacht und sieht, dass ihm ein anderer Pkw entgegen kommt, verreißt er vor Schreck das Lenkrad. Bei ca. 70 km/h verlässt der Wagen die Fahrbahn, überschlägt sich mehrfach und bleibt schließlich auf einem Feld, auf dem Dach liegend, liegen.

Der Fahrer des entgegenkommenden Pkw sieht, wie sich der Wagen von Herrn Mustermann mehrfach überschlägt und auf dem Feld liegen bleibt. Schwer geschockt bremst der Fahrer und rennt zu dem Verunglückten.



Beginn der Rettungskette:

2:48 Uhr

Nachdem der Fahrer des entgegenkommenden Fahrzeuges versucht hat sich ein Bild von dem Unglück zu machen, wählt er per Handy den Notruf 112 und schildert dem Mann aus der Notrufzentrale was geschehen ist. Sofort, nachdem die wichtigsten Daten aufgenommen wurden, alarmiert der Mann aus der Zentrale per Funk die zuständige Feuerwehr.
 

2:49 Uhr

Mit einem lauten Alarmton machen sich die Meldeempfänger der Feuerwehrleute auf dem Nachttisch bemerkbar. Gleichzeitig laufen die Sirenen auf den Dächern der Stadt an.

Hektisch und mit verschlafenen Augen zwängen sich die Feuerwehrleute in Kleidungsstücke die sie für den Fall der Fälle immer neben dem Bett griffbreit liegen haben. Nach dem notdürftigen Anziehen rennen die Männer zum Auto und begeben sich schnellstmöglich zum Gerätehaus. In der Zwischenzeit leistet der Fahrer des 2 Pkws erste Hilfe und sichert den Unfallort mit Hilfe der Warnblinkanlage und dem Warndreieck ab.
 

2:50 Uhr

Die ersten Feuerwehrleute erreichen das Gerätehaus und öffnen die Tore für die Fahrzeuge und die nachfolgenden Kollegen. Rasch wird die Schutzkleidung übergezogen und die Fahrzeuge besetzt.


2:53 Uhr

Mit Blaulicht und Martinshorn verlassen die Fahrzeuge das Gerätehaus und machen sich auf den Weg zum Unfallort.
 

2:57 Uhr

Notarzt und Rettungswagen – ebenfalls zeitgleich durch die Notrufzentrale alarmiert - treffen fast gleichzeitig mit der Feuerwehr am Unglücksort ein.

Der Gruppenführer verlässt das Fahrzeug und begibt sich mit dem Arzt zügig zu dem noch immer auf dem Dach liegenden Auto, um sich ein eigenes Bild von der Lage zu machen.

Kurz darauf beginnt die schwierige Rettung des Verletzten. Sanitäter kümmern sich derweil auch um den unter Schock stehenden Augenzeugen.
 

3:15 Uhr

Mit schweren Verletzungen wurde Herr Mustermann ins nahe liegende Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehrleute räumen die Unfallstelle soweit auf, das keine Gefahren mehr für Mensch und Umwelt bestehen. Danach wird die Unfallstelle an die eingetroffene Polizei übergeben.

Kurz vor 4 Uhr morgens erreichen die Kameraden wieder ihren Standort. Die Fahrzeuge werden wieder bestückt und einsatzbereit gemacht. Kurz sitzen die Feuerwehrleute noch beisammen, um den Ablauf des Einsatzes zu besprechen. Dann treten die Feuerwehrmänner den Heimweg an.

Soweit zu unserem Beispiel. Ein schlimmes Ereignis, das aber zu den Erfahrungen jedes Feuerwehrmannes während seiner Dienstzeit gehört.
 

Ich hoffe, wir konnten Ihnen einen kleinen Einblick in den Ablauf der Rettungskette geben.

Ich möchte abschließend hinzufügen, dass dieses Beispiel nicht auf Tatsachen beruht, sondern frei erfunden ist!